Samstag, 9. Februar 2008
Vom Glück verfolgt -- nicht!

22/01/08
Wharerangi Flats, Poraiti (Napier)

Habe eine schöne erste Arbeitswoche hinter mir. Hier sind immer noch Sommerferien - wir hatten also oft die Möglichkeit, Ausflüge zu machen. Waren mit den Kids z.B. in Te Mata Peak für nen Spaziergang und im Spa in Onekawa, um im Wasser zu planschen.

Nicht so gut war die Sache mit meinem Zimmer: Wegen eines Kommunikationsproblems zwischen zwei Managern der Einrichtung ist nun ein Pärchen in "meinem" Zimmer. Ich hatte eigentlich vor meinem Urlaub alles klar gemacht, nach meiner Rückkehr dort einzuziehen. Die beiden hätten mir sogar angeboten, mit mir zu tauschen - bin mittlerweile aber ganz zufrieden mit dem Zimmer hier. Vorteil ist nämlich, dass der Router nicht so weit weg ist - leichterer Internetzugang für meinen zukünftigen Laptop.

Heute - an meinem ersten (von dreien) freien Tag - war ich mit Fran am Cape Kidnappers. Wieder - bin dort ja schon mit Papa und Kati gewesen. War nen guter Walk von ca. 20 km - bin also ziemlich geschafft. Problem war zusätzlich, dass ...

a) wir viel zu spät losgingen: die Flut uns also auf dem Weg zurück einholte und uns nasse Füße und zusätzliche wasserausweichbedingte Umwege in Form von Felsbrockenklettereien bescherte;

b) wir auf dem Weg zurück einen kleinen Vogel vor dem ertrinken retteten: er flog dann allerdings während der Autofahrt vom Pak&Save-Parkplatz aus dem Fenster - der musste aber zuvor auch in meinem (nun vollgeschissenen) Hut getragen werden, was das Klettern nicht eben erleichterte;

c) sich eine Bluebottle (eine blaue Quallenart) unter dem Riemen meiner rechten Sandale verfing und mich biss, stach oder verbrannte (wie man das auch immer nennt) - der Stichschmerz ließ rasch nach, mir hat dann auf dem Rückweg aber das ganze rechte Bein geschmerzt, was weniger lustig war.

Hab dann auch bei ner anderen Arbeitskollegin (Zena) wegen der Viecher nachgefragt und sie hat mir gesagt, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass eine Art Gliederschmerz auf den Biss folgt. Wird euch bei Gelegenheit nen Foto von so nem Biest knippsen ... [Hat sich dank Wikipedia nun ja erledigt]


26/01/08
In meinem Zimmer (Nr. 13), Wharerangi

Der Schmerz in meinem Bein ist nun endlich vollständig abgeklungen. Habe in der zwischenzeit auch herausgefunden, dass es sich bei den Bluebottles nicht um eine Quallenart handelt - das sei wohl ein geläufiger Irrtum, wg. der ähnlichen äusserlichen Erscheinung. Vielmehr handelt es sich um eine Polypenkolonie - was auch immer das sein mag. Der deutsche Wikipedia-Artikel raeumt mir noch weniger Ueberlebenschancen ein als der englische ... gar nicht nett. Ging aber ja alles gut aus und ich habe mich auch nicht selbst bepissen muessen - was ja bei Quallenkontakt ganz gut funktionieren soll.

Heute wollte ich eigentlich ne kleine Radtour unternehmen, habe mich dann aber doch dagegen entschieden: Fran hätte mir ihr Rad geliehen, leider war es aber viel zu klein und das Verstellen des Sattels ist nur mit Werkzeug (das ich nicht habe) möglich. Zu Umstaendlich - ausserdem möchte ich ihr nicht alles verstellen. Werde mir wohl über kurz oder lang nen eigenes Rad anschaffen.

Ausserdem habe ich mich mit meinem liebsten iMac auseinandergesetzt: Scheißkiste. Akzeptiert keine CD - wollte mir nämlich gerne euer "Wideospeschl" ansehen; installierte Programme lassen sich nicht deinstallieren (nur löschen), oder ich weiß einfach nicht, wie das zu bewerkstelligen ist; außerdem hasse ich diese runde Maus, die sich ständig in meiner Hand verdreht und nur einen verdammten Knopf hat. Muss wirklich zusehen, dass ich mir dieses geplante Laptop zulege ...

@Schorschi: Ach ja, die Kiste hat Mac OS 8.6 installiert und leider keine Airport-Erweiterung - sonst hätte ich damit wenigstens im Web surfen können.

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Montag, 4. Februar 2008
Des Leuchtturms Keller

16/01/08
Wieder zurueck im Wharerangi, Poraiti (Napier)

Jop, da bin ich wieder - zurück in Hawke's Bay - habe aber glücklicherweise morgen noch frei, um mich hier wieder einzurichten. Da es schon recht spät ist, werde ich diese Nacht nochmal im Van verbringen - bin ich ja schon gewöhnt ...

Heute gab es neben der anstrengenden Fahrt von fast 300 km auch noch ein riesen Highlight für mich - hätte ja nicht gedacht, dass mich nach der LotR-Tour gestern noch irgendwas von den Socken hauen könnte: Bin nach der Erkundung der Puntangirua Pinnacles früh morgens aufgebrochen, um zu dem Örtchen Castlepoint, das direkt am Meer liegt, zu gelangen. Besonderheiten: Großer Fels im Wasser, der wie eine Festung wirkt (daher auch der Name des Ortes); ein hübscher Leuchtturm, der auf einem weiteren - aber von der Brandung unterhöhlten - Felsen liegt; ein paar schöne Tracks, um die Gegend zu erkunden und die Möglichkeit, im Meer zu baden. Klang nach der perfekte Kombination für einen schönen letzten Urlaubstag - und das sollte es auch werden.

Nach einer zweistündigen Fahrt dort angekommen, nahm ich mir (natürlich - der Ruf des Abenteuers war übermächtig) zuerst die Meereshöhle vor. Auf der Infotafel stand etwas von Gezeiten beachten und mittlerem Schwierigkeitsgrad (bezogen auf den "Wanderweg"). Ich dachte mir, ich versuche einfach mal mein Glück und sehe, wie weit ich komme - hatte keine Ahnung, wie die Tide zu dem Moment stand.

Der "Wanderweg" bestand im wesentlichen daraus, über Steine und Geröll am Rande des Leuchtturmfelsens zu klettern - links Meer, rechts Steilwand. Spannend. Kurz vor dem (von mir vermuteten) Höhleneingang wollte ich dann schon aufgeben, da ich vor einer nichtüberspringbaren Kluff stand, die zwar nicht tief, aber mit stark strömendem Meereswasser gefüllt war. Glücklicherweise fand ich dann aber noch einen zweiten und trockenen Zugang. Siehe Pics: Das im Text zeigt den richtigen 'Weg' zur Hoehle ...


Endlich an der Seehöhle selbst angekommen, traute ich mich anfangs nicht, sie auch zu betreten - die Meeresbrandung verursachte ein extrem tiefes, einschüchterndes Grollen in diesem ausgehöhltem Felsbrocken. Außerdem bließ ein starker, mit feinen Tropfen gesättigter Wind durch die Öffnung vor mir. Nach einigem Zögern überwand mich dann aber zum Glück doch noch und drang langsam in die laute, feuchte und dunkle Tiefe vor ...

Sehr weit kam ich jedoch nicht: Ich konnte mich nur auf einer relativ kleinen, mit Löchern übersäten Platform bewegen, da riesige Brecher durch die Felsenkammer rasten. Bilder waren leider nur leidlich möglich, da die Luft mit feinen Salzwasswetropfen gesättig war, sodass Aufnahmen mit Blitz zu vollständig weißen Bildern führten. Hier das Ergebnis meiner blitzlosen Mühen inkl. einem kurzem Video, das euch in erster Linie die beeindruckende Soundkulisse verdeutlichen soll. (Das Video musste ich leider streichen, da ich keine so grossen Dateien hosten kann ...)

Danach nahm ich mir den hoch über dem Meer aufragenden Felsen vor, nach dem der Ort hier benannt wurde. Sollte ein schöner Spaziergang von ca. 2 Std. werden - gespickt mit sehr schönen Blicken über eine endlose Küste mit zahllosen verlassenen Stränden. Nach einem kurzen, aber erfrischenden Bad im Meer machte ich mich dann auf den Rückweg nach Napier. Schöner Abschluss ...

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Donnerstag, 24. Januar 2008
Auf der Spur haariger Füße

15/01/08
In meinem Van auf nem kl. Campingplatz nahe Rivendell und der Fords of Isen

Ja, aufmerksamer, mittelirdisch geschulter Blogleser - ich verfolge wieder die Fährte der Gefährten: Wie erwähnt, in Wellington und Umgebung ist in dieser Hinsicht viel geboten! Werde hier aber nicht zu viel verraten, sondern die Drehorte breckerlweise in LotR-Beiträgen ausspucken ...

Gestern Morgen habe ich Papa & Kati zur Fähre gebracht - dank der praktischen Straßenführung (Motorway: AUSfahrt ja, aber keine zugehörige EINfahrt) und kleiner allgemeiner Navigationsschwierigkeiten wären wir fast zu spät gekommen. Scheint aber alles glatt gegangen zu sein - habe jedenfalls noch keine hol-uns-wieder-ab-SMS bekommen.

Die beiden werden nun noch für gut 2 Wochen die Südinsel erkunden. Ich habe ihnen auch vorgeschlagen, Gastbeiträge zu veröffentlich - Papa & Kati brauchen mir lediglich Bilder und Texte zuschicken und das Material geht online. Mal sehen, ob sie dazu kommen ...

Gestern Abend gab es hier einen spektakulären Sonnenuntergang - der schönste seit ich in NZ bin. Habe euch außerdem noch nen paar weitere Pics von diesem schönen Plätzchen aufgenommen. Der Name dieser Gegend ist übrigens Kaitoke Regional Park.



Mittags, ganz in der Nähe, beim Brotzeitln

Es ist traumhaft hier - ganz allein und ungestört auf meiner kleinen Sandbank mit eingebautem Sonnenschutzbaum an meinem kleinen Bach (Hutt River). Eigentlich wollte ich ja meinen neuen Roman hier beginnen, da jetzt aber seltsamerweise ein Nieselregen (bei fast blauem Himmel) begonnen hat, ziehe ich lieber weiter nach Rivendell und statte dem Elbenrefugium einen Besuch ab.


Noch später bei den Puntangirua Pinnacles im Aorangi Forest Park

War genial hier - eine der eindruckvollste Gegenend, die ich je gesehen habe. Hier aber nur nen Bild vom ironischer Weise eher unspäktakulären DOC-Campingplatz. Kostenpunkt: 5$ pro Nacht - das sind noch Preise hier ... Ach ja, mehr seht ihr im kommenden LotR-Sonderbeitrag - siehe auch oben. PS: Weiß schon, bin gemein.

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Vom Gestanke verfolgt ...

13/01/08
In Wellington, dieser extrem hügeligen Stadt, in der Maple Lodge

Hier stinkts schon wieder. Diesmal sind es aber keine Schwefelschwaden, sondern "nur" die Schimmelwaende in diesem bisher ungemütlichsten Backpackers seit ich in Neuseeland bin. Erinnert mich an den Duft der Deluxe-Unterkunft (umgerechnet ca. 75 Euro-Cent pro Nacht) am Kuddle-Beach in Indien. Beste Grüße an dieser Stelle an Roland, der morgen um ein ganzes Jahr altern wird. Hier wird übrigens auch schon ein neuer Manager gesucht. Sehr bezeichnend.

Waren heute im Te Papa irgendwas-Museum mitten in der Stadt - ist wirklich sehenswert. Hier könnte ich viele Stunden verbringen. Hab noch nie ein so gut in Szene gesetztes Museum gesehen - und großteils auch noch kostenlos! Geschickter Medieneinsatz, Interaktivität, interessante und abwechslungsreiche Ausstellungen - hier passt alles. Auch nen schönes Cafe mit Sofas zum drin gammeln und veganer Soja-Latte gibt es hier im selben, auf erdbebensicheren Gummifüßen ruhenden Gebäude.

Heute Abend gehen Papa, Kati und ich essen zu nem Inder, wird das Abschiedsevent. Morgen Früh bring ich die beiden dann zur Fähre, welche die beiden dann zur Südinsel bringt. P&K sind im Moment noch ziemlich mit Reisevorkehrungen beschäftigt: Mietfahrzeug, Übernachtungsmöglichkeiten, Transfer nach Christchurch usw. ausfindig machen. Gibt mir die Gelegenheit mal wieder nen "richtigen" Beitrag zu verfassen. Nicht nur Bilder zum anschauen! ;-)

Im Museum habe ich witzigerweise Christian wieder getroffen - wir saßen im selben Flugzeug und haben zusammen Auckland unsicher gemacht. Erstaunlich, dass man in Neuseeland alle Leute mindestens zweimal trifft - so klein ist es doch eigentlich garnicht ...

Noch ne LotR-News: Habe mir heute das "LotR Location Guidebook" in der Specialedition gekauft - vierzig Dollar, argh. Jetzt sollten zukünftige Ork- oder Elbenspuren leichter zu verfolgen sein. Hier, um Wellington soll es in dieser Hinsicht eh einiges zu entdecken geben. Das ist auch genau mein Plan für die nächsten paar Tage.

Jetzt sollten die beiden langsam mal vom Internetten zurück kommen - wir müssen noch das Gepäck im Van durchgehen, möchte ja nicht, dass der Papa noch nen Paar Schuhe einbüßt, eins hat er schon in Auckland liegen lassen - er hat ja schließlich nur 5 (!) Paar Latschen dabei ...

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Freitag, 11. Januar 2008
Beim Maori-Stecka ...

11/01/08
In nem Internetcafe in Napier
Gastbeitrag von Max & Kati

Hey dears!

We are honoured to post in Tobi's WebLog-Specialsite. But we are in a serious hurry. And so we give you an idea of our travels by posting some of our special pictures ...

We have a wonderful guide (nicknamed Maori-Stecka) and a super van with new wheels. But still we have to use our feet very often, so they hurt a lot.





Katis Bilder

Auckland City



Opoutere, Coromandel
Die Zeitumstellung macht uns noch Probleme ...


Hot Water Beach und Cathedral Cove



Happy Birthday, Maxl (in Rotorua )

"Leckere Erbswurschtsupp"


Cape Kidnappers, Hawke's Bay - langer, langer Fussmarsch (20 km)



Maxls Bilder

Spaziergang in Auckland



Sunrises, Sunsets, Sunglasses and some Warehouses



Spitze, endlich eine eigene Badewanne! (Hot Water Beach)



Beim Maori-Stecka dahaam, Poraiti (bei Napier)

"Bayrischer Loewe kuesst Kiwi"

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Avocado-Overkill

31/12/07
Im YHA-Hostel, Opoutere, Coromandel

War faul mit meinen Aufzeichnungen die letzten paar Tage. Kurze Zusammenfassug: Sind wie geplant nach Tauranga aufgebrochen - zuvor besuchte ich aber noch die Burried Village nahe Rotorua, bestehend aus Museum und den Überresten eines unter Vulkanasche begrabenen Dorfes. Die Besonderheit: Hier stand (vllt. sogar immer noch unter der Asche) das selbsternannte 8. Weltwunder der Neuseeländer: Die Pink and White Terraces - zwei über jahrtausende geformte, natürliche Beckenlandschaften, die von heißen, vulkanischen Quellen gespeist wurden und so ein perfektes "Schwimmbad" mit hunderten verschieden warmer Pools abgaben. Leider kam aber Anfang des 20. Jh. dieser Vulkanausbruch dazwischen ...

In dieser (extrem-)Touri- und Surferstadt am Meer haben wir zwei Nächte im "Just the ducks nuts" verbracht. Das Programm war recht relaxt: Sind auf den Mt. Maunganui (mehr ein Hügel), der direkt an den Surferstrand anschließt, gestiegen, haben die Aussicht genossen und später noch in einer Bucht mit lauter kreischender Möwen gelegen. Zur Ernährung: Haben zu dieser Zeit für 5 $ nen Beutel mit 15 Avocados gekauft - war das erste Mal, dass mir die Dinger ein wenig zum Hals raushingen.



Auf dem Weg hierher (Opoutere) haben wir uns mal wieder auf die Spuren der Goldgräber begeben - haben frühere Goldminen und die Ruinen einer Erzschmelze erkundet. Ich hatte auch das Glück, dass ich einen eigentlich nicht begehbaren Teil der Minen erreichen konnte, da irgend jemand eines dieser (normaler Weise fest verschlossener) Tore geknackt hatte: Spannend. Wurde dann aber von irgend einem offiziellen Minenmenschen rausgeschmissen. Hab euch trotzdem nen paar Bilder geknipst ...




In Opoutere war dann Relaxen angesagt: Bin viel am traumhaft schönen Strand gelegen (der über einen kl. Pinienwald zu erreichen war - Rosapineta lässt grüßen), habe zwei Kajaktouren unternommen und viel gelesen. Richtig Urlaub halt - hab ich mir verdient, da ich am 18. Januar 2008 ja wieder offiziell zu arbeiten beginne ...

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Hier stinkt's gewaltig!

26/12/07
Immer noch im Funky Green Voyager, Rotorua

Gestern passierte allg. nicht so viel - Barbecue und Geschenkeaustausch - war eher nen Tag zum Relaxen. Haben später aber noch einen Spaziergang durch Rotorua gemacht: Die Stadt ist wirklich verrückt! Überall brodelt und dampft es (aus Gullideckeln, Bächen, Teichen, sogar aus Pflastersteinfugen!), ein Schwefelgeruch hängt in der Luft (mal dezent, mal dominant) und Asphalt und Pflastersteine sind an vielen Orten dauerwarm. Alles dank der extremen thermischen Aktivität hier in/unter Rotorua. Viele Häuser haben hier ihre dazugehörigen privaten "natürlich" beheizten Pools und teilweise bereiten die Leute auch ihre Mahlzeiten in oder auf den heißen Quellen zu. Praktisch, aber auch ein wenig beunruhigend ...



Heute besuchte ich mit Sarah (aus Kanada) und Wayne (aus Schottland) das Museum hier. Am beeindruckendsten war das Schicksal der pink and white teraces - muss ein traumhafter Anblick gewesen sein - wurde aber alles durch einen gewaltigen Vulkanausbruch zerstört. Hier nen Link zu den Geschehnissen.

Nächstes Ziel wird Tauranga sein, werde morgen Nachmittag Rotorua verlassen. Habe nun auch wieder eine temporäre Mitreisende gefunden.

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Mittwoch, 9. Januar 2008
An der Pforte zur Hoelle

24/12/07
Im Van bei einem heißen Fluss zw. Lake Rotoma und Lake Rotehu

Gestern war ein recht fauler Tag: Nach einem gut 2-stündigen Hike (Tauranga Track) in der Waioeka Gorge (südl. von Opotiki), fuhr ich zu den Awakeri Springs - ein Campingplatz mit Pool bei heißen Quellen, der auch für Nicht-Camper zugänglich ist. Blieb aber nicht auf dem Campingplatz, sondern fuhr noch ein wenig weiter zu den og. Seen.

Der Tauranga Track war nichts besonderes - erst recht nicht, wenn man kurze Hosen anhat: Der Großteil des Pfades war mit Farnen und (ohne Witz) scharfkantigen Gräsern überwuchert, so dass ich die Wanderung mit kl. Schnittwunden und sporenbepudert beendete. Lediglich die alte Brücke war wirklich sehenswert.

Jetzt, nachdem ich gestern (ohne es zu wissen) zweimal dran vorbeigefahren bin, werde ich in den dampfenden Fluss springen und anschließend Frühstücken ... Der Fluss (der in keinem Reiseführer steht) wurde mir übrigens von einer Backpackers-Besitzerin in Hamilton empfohlen.


Fast Mitternacht im "Funky Green Voyager" in Rotorua

Besuchte heute Nachmittag "Hell´s Gate" - ein kleiner Park mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu geothermischer Aktivität. Dort gibt es z.B. 110C und 25m tiefe heiße Pools, gelbe Schwefelbecken und auch einen "Cooking Pool", in dem man eine ganze Sau in 2 Stunden weich kochen kann, dank der natürlichen Weichmacher im Wasser - und das in schwarzem Wasser, ohne dass das Schwein dann nach Schwefel o.Ä. schmeckt. War aber nicht so der Hammer, dieser Park. Hab im Hostel erfahren, dass es noch nen bessern in der Gegend gibt.

Im Hostel in Rotorua wurde ich dann sehr herzlich von G. (dem Besitzer) empfangen - hier ist auch schon alles für Weihnachten (hier am 25.) vorbereiten: inkl. Weihnachtsbaum und Geschenkeaustausch. War also ne gute Wahl hierher zu kommen. Gerade eben waren wir (hab hier schnell Anschluss gefunden) noch aus - in ner Bar und nem Irish Pub.

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Dienstag, 8. Januar 2008
Eine Nacht in/auf Hawai

22/12/07
Auf einem Campingplatz, Anaura Bay

Habe gestern zweieinhalb Locations besucht:
War in einem kleinen Ort (Whangara) am Strand mitten im Nirgendwo - dort wurde der Film "Whale Rider" gedreht. Traute mich jedoch nicht, in den Ort selbst oder zum Marae vorzudringen - auf nem Schild hiess es was von "Private Road - no unauthorized access". Begnuegte mich also mit nem Strandspaziergang und sah alles nur aus der Ferne - und erkannte nicht wirklich was ...

Spaeter fuhr ich dann in die Tolaga Bay weiter: Dort ist der laengste (aber stillgelegte) Steg in ganz NZ - unglaublich, oder? ;-) Hauptsaechlich war ich jedoch an diesem Ort, um den nahegelegenen "Cooks Cove Walkway" zu bestreiten - sehr schoene Gegend, seht selbst ...



Hatte aber wohl zu viel Sonne erwischt und war ziemlich K.O. - deswegen fuhr ich nur bis zur Anaura Bay weiter, um ein wenig zu relaxen und in meinem extrem spannenden Buch "Ship of Fools" (ein SciFi-Roman) zu lesen.


Fuer heute stehen Te Puia (dort gibt es Hot Springs), Tikitiki und das East Cape Lighthouse auf dem Programm.

Abend, am Strand bei Hawai

Kein so toller Tag: Die heissen Quellen konnte ich nicht finden und mein Van ist mal wieder extrem staubig, wg. der langen Kiesstrassen-Fahrt zum Lighthouse - der Kuehlschrank hat wg. dem Staub auch mal wieder gestreikt ... aetzend.
Immerhin habe ich heute Rotwein gekauft - der muss nicht kuehl sein ;-). Sehr interessant uebrigens, wie sich die Straende ab Te Araroa veraendert haben: Vorher vorwiegend heller Sand - nun mehr Gestein als Sand und vorwiegend dunkle Farben.


Die Landschaft hier ist uebrigens der Hammer, schade, dass ich von den vielen Sandstraenden kaum Bilder gemacht habe ...

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Mittwoch, 2. Januar 2008
Zum Glueck doch kein Tsunami ...

20/12/07
Im Van nahe der Mahia Pensinsula Scenic Reserve

Habe gerade einen schoenen Jungle-Hike hinter mir. War auch genau das richtige Wetter: Dampfig warm und regnerisch. Hab auch nen paar Bilder geknipst ...


Jetzt werd ich zu diesem Hot-Spring-Urwald-Schwimmbad fahren - hoffe, kann dort im warmen Wasser relaxen. So schlecht kann es jedenfalls nicht sein - ein einheimisches Mauri-Maedchen, die auf dem Campingplatz arbeitet, hat es mir jedenfalls empfohlen.


Spaeter, ein Stueck hinter Gisborne, auf einem freien Campingplatz

Schwimmbad war okay: Heisse und kalte Pool auf einem recht grossen Gelaende verteilt - also mit viel Jungle dazwischen.

Habe anschliessend noch Gisborne ein wenig erkundet und meine Vorraete aufgestockt - war u.a. am Ort, an dem Captain Cook (NICHT Hook) das erste Mal Neuseeland betrat. Nach ein paar Missverstaendnissen und Toten zog er sich aber wohl wieder zurueck, gab nicht viel zu holen - deswegen auch der Name dieser Region: Poverty Bay (Bucht der Armut).

Spaeter unterhielt ich mich mit einem Einheimischen auf dem Campingplatz, der hier schon seit 30 Jahren campt (wohl aber nicht am Stueck), ueber seinen Job - er prueft und bereitet den Untergrund fuer Haeuser, Strassen, Bruecken etc. vor, dass die teueren Konstruktionen nicht gleich wieder einstuerzen. Gerade hatte der Typ diesen Satz beendet: Ein ERDBEBEN. Ahhh, das nenne ich Timing. Das war ein stranges Erlebnis - selbst als die Erde sich wieder beruhigt hatte, wackelten mir noch die Beine. Lese jetzt mein Buch und warte auf den Aftershock ...

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